Gruppenbild Hip Hop Day (Foto: INfreestyle e.V.)
Gruppenbild mit Planungsgruppe und Teilnehmenden: Der Hip-Hop Day von INfreestyle e.V. war immer gut besucht. (Foto: INfreestyle e.V.)

Junges Engagement belebt Ingolstadt

Projekt stärkt Jugendkultur und Gemeinschaft

Wie können junge Menschen ihre Stadt aktiv mitgestalten? Antworten darauf lieferte das Projekt „Junges Engagement für nachhaltige Kommunen (JENK)“, das jetzt in Ingolstadt erfolgreich abgeschlossen wurde. Ziel war es, Engagement von jungen Menschen für junge Menschen zu ermöglichen – praxisnah, niedrigschwellig und mit nachhaltiger Wirkung.
Umgesetzt wurde das Projekt vom Freiwilligenzentrum Ingolstadt in Kooperation mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit sowie lokalen Jugend- und Kulturvereinen. Gefördert wurde das Projekt 2024/2025 mit insgesamt 20.000 Euro von der Bertelsmann Stiftung im Rahmen des Bundesprogramms „Engagierte Stadt“. Ausgangspunkt war ein Workshop im April 2024 mit jungen Erwachsenen zwischen 18 und 30 Jahren. Die zentrale Frage: Wie kann Ingolstadt für junge Menschen attraktiver werden? Schnell wurden klare Bedarfe benannt, mehr konsumfreie Treffpunkte, bessere Sichtbarkeit bestehender Angebote und mehr Räume für Begegnung und Kreativität.

Statt neue Strukturen aufzubauen, setzte das Projekt bewusst auf die Stärkung bestehender Initiativen. Gemeinsam mit den Vereinen INfreestyle e. V. und Kunst und Kultur Bastei e. V. entstanden zwei Teilprojekte mit nachhaltiger Wirkung. Der monatliche „Hip-Hop Day“ von INfreestyle e. V. entwickelte sich zu einem offenen Begegnungsraum für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren. In Workshops zu Rap, Breakdance, Graffiti und DJing gestalteten die Teilnehmenden das Programm aktiv mit. Insgesamt fanden zehn Termine mit jeweils rund 20 bis 25 Teilnehmenden statt. Höhepunkt war eine gemeinsam organisierte Halloween-Party mit rund 120 Besucherinnen und Besuchern. Besonders Kinder aus benachteiligten Familien profitierten von dem niedrigschwelligen Angebot.

Im Projekt „Hochdruckgebiet“ bauten Jugendliche in der Kunst und Kultur Bastei eine dauerhaft nutzbare Druckwerkstatt auf. In Workshops der Jugendkunstschule lernten sie verschiedene Drucktechniken kennen und organisierten abschließend eine öffentliche Ausstellung im Bürgerhaus. Die Werkstatt bleibt auch über das Projektende hinaus als offener Treffpunkt für junge Kreative bestehen. 

Neben stabilen Teilnehmerzahlen zeigte das Projekt auch langfristige Effekte: Neue Begegnungsräume für Jugendliche wurden erschlossen, die Vernetzung von Kultur- und Jugendvereinen gestärkt und jugendliche Kreativität sichtbarer gemacht. Auch Impulse für Stadtplanung, Hochschule und Kulturarbeit konnten gesetzt werden.

Das Fazit der Projektverantwortlichen: Nachhaltige Stadtentwicklung gelingt dann besonders gut, wenn junge Menschen frühzeitig einbezogen werden, mit offenen Räumen, verlässlicher Begleitung und der Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen.

Das Freiwilligenzentrum im Bürgerhaus dankt allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und der Bertelsmann-Stiftung für die großzügige Förderung.